Als klar war, dass wir nur noch ein Auto haben, stellte sich die Frage, ob dieses eine weiter ein gebrauchter Wagen sein soll oder ob Leasing sinnvoller ist.
Die drei Varianten
Ich habe alles auf sechs Jahre gerechnet, weil das ungefähr unser Haltezyklus ist:
A — Gebrauchtwagen kaufen, drei bis vier Jahre alt, bar bezahlt aus der Rücklage. Kaufpreis, minus geschätzter Restwert nach sechs Jahren, plus Wartung und Reparaturen, die bei einem dann zehn Jahre alten Auto steigen.
B — Neuwagen finanzieren. Anzahlung, 60 Monatsraten, Zinsen, danach gehört er uns.
C — Leasing, 36 Monate, danach neuer Vertrag. Also zwei Leasingperioden in sechs Jahren.
Was dabei herauskam
Variante A war in unserem Fall am günstigsten, mit deutlichem Abstand. Der Hauptgrund ist der Wertverlust: Ein Neuwagen verliert in den ersten drei Jahren den größten Teil, und genau diesen Teil bezahlt man beim Leasing über die Rate mit.
Variante C sah monatlich am günstigsten aus und war über sechs Jahre am teuersten. Dazu kamen zwei Posten, die in der Rate nicht stehen: die Überführungs- und Bereitstellungskosten bei jedem neuen Vertrag, und die Rückgabe.
Die Rückgabe ist der Punkt, den man unterschätzt
Bei der Rückgabe wird das Fahrzeug begutachtet. Was über normale Gebrauchsspuren hinausgeht, wird berechnet — und die Grenze dazwischen definiert der Leasinggeber. Ein Kollege hat für zwei Kratzer an der Stoßstange und eine Delle in der Tür einen vierstelligen Betrag nachgezahlt.
Dazu die Kilometerbegrenzung. Bei uns wären 15.000 im Jahr nötig gewesen, was den Leasingfaktor spürbar verschlechtert.
Wann Leasing sinnvoll ist
Ich will es nicht pauschal schlechtreden. Für jemanden, der das Fahrzeug gewerblich nutzt und die Raten absetzen kann, ändert sich die Rechnung grundlegend. Ebenso, wenn Planbarkeit wichtiger ist als der Gesamtpreis — bei Leasing weiß man sechs Jahre lang, was jeden Monat abgeht, und es gibt keine überraschende Reparatur.
Für uns, privat, mit einer Rücklage, aus der ein Gebrauchtwagen bar bezahlt werden kann, war es eindeutig.
Was wir gemacht haben
Einen vier Jahre alten Kombi gekauft, bar, aus der Rücklage. Die Rücklage wird seitdem mit einem monatlichen Dauerauftrag wieder aufgefüllt — in der Höhe, die eine Leasingrate gekostet hätte. Damit steht in sechs Jahren wieder genug für das nächste Auto bereit, und das Geld liegt in der Zwischenzeit bei uns und nicht bei der Bank.
