Versicherungen, die ich nach zehn Jahren gestrichen habe

Veröffentlicht am 9 Juni 2026 von Wolfgang Steck in Versicherungen · 2 Min. Lesezeit
Versicherungen, die ich nach zehn Jahren gestrichen habe

Als ich die Beitragstabelle aufgestellt hatte, standen dort neun Verträge. Neun. Ich hätte aus dem Kopf vielleicht sechs aufzählen können.

Die eine Frage

Ich habe bei jedem Vertrag gefragt: Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich ihn nicht habe? Nicht, ob er sich rechnet, nicht, ob er günstig ist. Nur das.

Wenn die Antwort war Es wird teuer, aber wir überstehen es aus dem Notgroschen, kam der Vertrag auf die Streichliste. Wenn die Antwort war Das ruiniert uns, blieb er.

Was geblieben ist

  • Private Haftpflicht. Ein Personenschaden mit lebenslanger Rente ist der Klassiker, gegen den man sich nicht selbst versichern kann.
  • Wohngebäude. Das Haus ist unser größter Vermögenswert. Ein Brand ohne Versicherung wäre das Ende.
  • Berufsunfähigkeit für mich, weil unser Einkommen zu großen Teilen an meiner Arbeitsfähigkeit hängt.

Was gestrichen wurde

  • Handyversicherung. 7,99 Euro im Monat für ein Gerät, das gebraucht 200 Euro kostet. 96 Euro im Jahr, um einen 200-Euro-Schaden abzusichern, der uns vielleicht alle vier Jahre trifft.
  • Glasversicherung als eigenständiger Vertrag. Die Scheibe im Wohnzimmer wäre der teuerste Fall gewesen, und der liegt im Bereich, den wir tragen können.
  • Zahnzusatz. Dazu habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben.
  • Eine Sterbegeldversicherung, die mein Vater vor Jahren für mich abgeschlossen hatte. Die Beitragssumme über die Laufzeit lag über der garantierten Leistung. Das musste ich dreimal nachrechnen, weil ich es nicht glauben wollte.

Was das gebracht hat

Zusammen 41 Euro im Monat, also knapp 500 Euro im Jahr. Das Geld liegt jetzt auf dem Konto, das ich nach der Zahnzusatz-Kündigung eingerichtet habe. Nach anderthalb Jahren stehen dort rund 900 Euro, und genau das ist der Punkt: Der Notgroschen ist die Versicherung für alles, wogegen sich einzeln zu versichern zu teuer ist.

Ein Vertrag, bei dem ich unsicher bin

Die Unfallversicherung habe ich behalten, obwohl sie nach meiner eigenen Logik hätte fliegen müssen — die Berufsunfähigkeit deckt den wirtschaftlich wichtigen Teil bereits ab. Ich habe sie aus einem Gefühl heraus behalten, nicht aus einer Rechnung. Das ist inkonsequent und ich schreibe es hin, weil ich es nicht besser darstellen will, als es ist.

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